G7-Mobi-Rundreise

Genau wie vor sieben Jahren organisieren wir (s. u.) eine G7-Mobi-Rundreise. Während dieser Reise werden Aktivist*innen aus dem Globalen Süden selbst über ihre Kämpfe berichten – Kämpfe, die sich (fast) immer gegen multinationale Großkonzerne oder neokoloniale Politik der schlechten Regierungen richten. Für diese Reise suchen wir Gruppen in ganz Deutschland, die die Aktivist*innen empfangen und eine Veranstaltung mit ihnen durchführen wollen.

Die Reise soll am 6.06.2022 starten und wir möchten bis zum Start des Protestcamps gegen den G7-Gipfel am 25.06. unterwegs sein. Vom 25.06 bis zum 29.06 werden wir mit der Karawane am Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen sein, wo wir Programm-Zelte mit Programm zu internationalistischen Themen bespielen werden.

Die Themen der Reise sollen sich nicht nur um den Gegenwind drehen, den diese Aktivist*innen jeden Tag spüren. Sie sollen über die zahlreichen Alternativen, die sie entwickeln, berichten. Und wir wollen zusammen überlegen, wie wir dieses zerstörerische System, an dem der Globale Norden schuld ist, überwinden und gemeinsam eine gerechtere Welt erträumen, visualisieren, imaginieren und dann in die Praxis setzen können. Daher gilt es unsere Fähigkeiten des Zuhörens und Lernens zu kultivieren.

Wir haben Silay Ghaffar (Solidaritätspartei Afghanistan), Magdiel Sánchez (México), Bettina Crúz (CNI (Congreso nacional indígena), México) Berta (Bertita) Suniga (Honduras) eingeladen. Wir haben die Lehrer*innen- und Zuckarbeiter*innen Bewegung im Iran um eine*n Delegierte*n gebeten. Wir sind mit sudanesischen Aktivist*innen aus der Geflüchtetenorganisierung im Kontakt. Wir sind mit der europaweiten Organisierung der kurdischen Freiheitsbewegung im Austausch. Wir streben weiterhin die Kommunikationen mit Menschen aus Somalia, Indien oder der belutschischen Diaspora in Deutschland an.

Die Themen werden, die die Aktivist*innen mitbringen, sind: Greenwashing in der Energiepolitik, Freihandel, Landwirtschaft/Ernährungsouveränität, Flucht/Migration und Extraktivismus. Auch die Themen wie Militarisierung und Aufrüstung, Megaprojekte und Neokolonialismus sowie Klimapolitik und Geostrategien sind in Slumil K’ajxemk’op (widerständischen Europa) nach wie vor hoch aktuell.

Für dieses Projekt, laden wir euch ein – Gruppen, Kollektive, Netzwerke – Einladungen an die Aktivist*innen auszusprechen. Wenn ihr Interesse habt, die Aktivist*innen in eure Städte oder Regionen zu empfangen, könnte das bedeuten Veranstaltungen zum Austausch, Vorträge, Demos, Aktionen (lasst eure Kreativität sich austoben) zu planen sowie Unterkünfte und Verpflegung zu organisieren und finanziell zu stemmen. Eure Einladung könnt ihr unter folgender Emailadresse aussprechen: karawane@stop-g7-elmau.info.

Wir brauchen von euch:

  • Unterkunft und Verpflegung für ca. 12 Personen (die genauere Zahl hoffen wir bald angeben zu können)
  • einen sicheren Parkplatz für unser Tourmobil (ca. 12 m lang)
  • einen Ort für die Veranstaltung(en)
  • eine*n Techniker*In (wenn ihr niemand habt, geht’s auch)
  • 500 Euro für die Gesamtfinanzierung der Reise (daran soll eure Zusage nicht scheitern)

Wir glauben daran, dass Reisen – auch nach dem Vorbild der zapatistischen Delegation im Herbst 2021 – großes Potential in sich tragen. Diese G7-Prostest-Mobi-Reise könnte internationalistisch arbeitende Gruppen in „deutschen“ Geographien vernetzen und die Allianzen von Kämpfen von unten und links stärken.

Solidarische Grüße,
die G7-Mobi-Reise AG

Für diejenigen die sich nicht erinnern oder nicht wissen wovon die Rede ist, 2015 haben BUKO und Öku-Büro und andere eine MobiTour zur G7 organisiert. Aktuell sind „wir“ Menschen aus dem Netz der Rebellion, von der BUKO, von München International, vom Kurt-Eisner-Verein.
https://www.oeku-buero.de/details/mobitour.html

Der „Fahrplan“ der Tour wird in den Terminen veröffentlicht.

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